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Gedanken Politik

Alexander Gauland ist nicht „verarscht“ worden

Alexander Gauland seines Zeichens Jurist, Publizist und Autor, ehemaliger und langjähriger CDU Funktionär und jetzt einer der Köpfe der sogenannten Alternative für Deutschland, ist vieles aber er ist nicht so naiv und dumm um einem FAS Journalisten auf den Leim zu gehen.

Jemand mit seiner Erfahrung im publizistischen Umfeld und in verschiedensten politischen Bereichen behauptet, er wisse nicht wer Boateng ist.
Er behauptet der FAS Journalist habe ihm den Namen in den Mund gelegt. Nun hatte Herr Gauland auch Herrn Özdemir zur Auswahl gehabt, aber er entschied sich für Boateng.
Seine Aussage zielte direkt auf die Hautfarbe ab, obwohl er wie gestern bei Anne Will behauptet er habe nicht gewusst das er dunkelhäutig sei. Ganz eindeutig handelt es sich um eine gezielte Provokation, die in das schon oft beschriebene Konzept der „Provokation-Abwarten-Relativieren-Lügenpresse“ fällt.
Man darf sich jetzt darüber streiten ob man Hintergrundgespräche und Interviews ohne Freigabe veröffentlicht. Dies ist in Deutschland zumindest die Regel, gerade wenn es Hintergrundgespräch gewesen wäre.
Scheinbar wurde das Gespräch aber nicht nur unter vier sondern unter mindestens 6 Augen geführt, wenn ich die Aussage des FAS Journalisten richtig deute. Damit kann die FAS zumindest sagen, wir haben hier 2 Menschen die die Äußerungen Gaulands bestätigen können.
Ob man Ihn aktiv nach einer Freigabe hätte fragen müssen? Ja und Nein. Ja man hätte ihm das Interview/Gespräch vorlegen müssen. Ob es eine Freigabe gegeben hätte oder nicht ist irrelevant da man es dennoch hätte Drucken können, da man mehrere anwesende Personen hatte die es hätten bezeugen können. Da Herr Gauland ja einen einschlägigen Hintergrund hat wusste er dies auch. Nein —es gibt keinen Zwang dazu und wenn man ohne Freigabe veröffentlicht muss man sich auch mit dem Vorwurf der „Lügenpresse“ auseinandersetzen. Herr Gauland vermeidet diesen Begriff übrigens in der Dikussion sehr geschickt. Klar als ehemaliger Publizist.

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Gedanken Netz

Hyped doch nicht jeden Scheiß

Die Welt ist im Wandel, müssen wir nicht drüber reden. Auch nicht darüber das dies in manchen Branchen schneller geht und sogar teils groteske Züge annimmt. Um einiges Grotesker finde ich jedoch den Umgang mit neuen Technologien in den Medien.

Vor genau 13 Jahren stellte Microsoft in Las Vegas bei der CES die SPOT-Uhr (Smart Personal Objects Technology) vor. Zwei Jahre zuvor stellte ebenfalls Microsoft, den Microsoft Tablet-PC vor. Beide Innovationen sollten Jahre später feste Bestandteile der digitalen Gesellschaft werden.
2012 kamen mit Pebble und Sony die „ersten“ Smartwatches auf den Markt, so wie wir sie heute kennen (Android Wear sollte 2 Jahre später erst angekündigt werden). 2010 präsentiere Apple das Ipad welches eine kleine Revolution auslöste.

Weder die Smartwachtes von Sony noch das Ipad von Apple sind neue Ideen gewesen, sie haben einen langen zeitlichen Abstand (der Entwicklungen) von ihren Vorgängern. Die Geräte haben in einer Zeit von gut 10 Jahren in etwa, eine massive Entwicklung durchgemacht. Dies war natürlich verbunden mit der allgemeinen Entwicklung der Technik, aber es fand eine, nicht nach außen getragene, Entwicklung statt und am Ende stand ein fertiges Produkt. Doch was passiert gerade in der Szene? Ein Wahnwitz.

Es ist die Sache mit der Virtuellen Realität die gerade einen Hype erfährt, der gruselig ist. Für Hard- und Software, die eigentlich nicht viel mehr kann als Prototypen die es schon 1994(!) gab (Forte VFX1 Headgear) und aus meiner Sicht völlig im Beta-Stadium verharrt. Was hat sich groß verändert? Es wurden mehr Sensoren eingebaut, die es seit Jahren im Mobile-Markt gibt und die Displays wurden hochauflösender. Eine Revolution wie Tablet oder Smartdevices ist VR meiner Meinung nach nicht. Es ist ein völlig übertriebener Hype.

Ja, VR wird ein Bestandteil unserer Zukunft sein. Davon bin ich fest überzeugt. Doch diese Virtuelle Realität, die UNSERE Zukunft prägen wird, hat nicht Ansatzweise etwas mit den hässlichen und klobigen Head-Up-Displays gemein, die als „Zukunftsweisend“ angepriesen wird. Unsere VR-Zukunft liegt in der Hybrid-Technologie. Virtuelle und Tatsächliche Realität werden verschmelzen. Die Technologie wird ein Teil des Körpers werden und unsere Realität erweitern. Wir werden Informationen direkt mit dem Körper wahrnehmen. Das was wir aktuell sehen, ist nicht viel mehr als ein durch die Industrie gepuschter Versuch, Beta-Hardware zu teuren Preisen zu verkaufen, die nur Virtuelle Realitäten erzeugen, die fernab jeglichem Nutzen sind.

Hyped nicht jeden Scheiß. Gebt der Technologie etwas Aufmerksamkeit, aber übertreibt es nicht. Noch ist das was da passiert keine Revolution – gebt der Technologie ihre Zeit sich zu Entwickeln. In 3-5 Jahren werden wir darüber lachen, wie dumm wir aussahen, als wir mit Display-Helmen auf der Rübe herrum gerannt sind.

Dazu auch interessant: Gesche Joost in der Zeit

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Gedanken Netz

Google Spaces [Re-Blog]

Dieser Artikel erschien auf dem Blog „Waldgeflüster“ meiner Firma Fuchs und Biber

 

Was kann Spaces?

Spaces kann im Grunde nicht viel, was nicht bereits vorhanden ist. Der Clou ist, Spaces vereint verschiedenste Konzepte unter einem Dach, ohne das man verschiedene Apps braucht. Spaces ist eine konsequente Fortführung von Google+ Kreisen in ein System, welches Usern bekannt ist. Spaces nutzt dabei verschiedene Funktionen, die bereits in anderen Apps sehr gut funktioniert haben.

Facebook Groups:

Mit Groups gliederte Facebook im Mobile Markt die Gruppenverwaltung und Nutzung größtenteils in eine App aus. Dies führte zu unterschiedlichen Reaktionen, die einen lieben es, die anderes hassen es. Wir gehören zur letzteren Gruppe, da Groups kein klares Konzept hat und nur umständlich und chaotisch daherkommt. Aber der Grundgedanke der Gruppen in Facebook, in verschiedenen Formen des Zugriffs ist kein schlechter. Man kann Nutzer mit bestimmten Interessen in Gruppen zusammenfassen und dort eine Austauschplattform für die unterschiedlichen Interessen aufbauen und ganz wichtig, auch gut Verwalten. Spaces knüpft an diesen Grundgedanken an.

WhatsApp:

Bleiben wir im Walled Garden von Facebook. WhatsApp bietet Gruppen für kleine private Chats, die jeder kennt und die eigentlich jedem auf den Nerv gehen, da viele verschiedene Interessensgruppen in einem Chat schreiben. Vorteil, durch das hinzufügen von bereits bekannten Nutzern wird ein Vertrauensverhältnis geschaffen. Die Gruppenchat Option erlaubt jedoch, eine schnelle Kommunikation. Den Faktor „Intimität“ und den Faktor „Schnelligkeit“ greift Spaces ebenfalls auf. Nutzer können nur mit einem Link hinzugefügt werden und es ist möglich mit jedem Nutzer über Hangouts in Kontakt zu treten, über Hangouts sind dann auch Gruppentelefonate, Videokonferenzen etc. möglich.

Screenshot https://get.google.com/spaces/
Screenshot https://get.google.com/spaces/

Google+:

Das verstoßene Kind der Social Media Familie, bot über „Kreise“ eine damals einzigartige Möglichkeit seine Beiträge einer gewissen Zielgruppe zugänglich zu machen. Da dieser Feature von Facebook übernommen wurde, fehlte das Alleinstellungsmerkmal. Von Google+ wurde jedoch der Grundgedanke einer einfachen Zielgruppenauswahl übernommen. So kann Spaces durchaus als Intimeres G+ bezeichnet werden, welches nur aus Interessensgruppen besteht.

Damit haben wir die Privat genutzten Netze einmal kurz angerissen. Kommen wir nun zum eigentlich spannenden Teil. Warum sollte Google, ein Netzwerk schaffen, wo es augenscheinlich keine Verdienstmöglichkeit gibt? Ein Aspekt der in den aktuellen Artikeln im Web komplett vernachlässigt wird: Die Business-Sparte! Google hat mit Google Work einen durchaus erfolgreichen Ansatz geschaffen seine Dienste, die im Privatsektor kostenfrei sind, für Unternehmen interessant zu machen. Hier muss man auch Spaces einsortieren. Spaces ist in erster Linie ein Business-Tool in der Community-Testphase.

Screenshot https://get.google.com/spaces/
Screenshot https://get.google.com/spaces/

Slack:

Was zeichnet Slack als Tool im Business Alltag am ehesten aus? Es bietet gute Möglichkeiten ein Unternehmen in verschiedene Teilbereiche zu untergliedern, ganze Strukturen lassen sich so darstellen und es ist möglich die internen Chats nur für ausgewählte Personen zugänglich zu machen. Slack ist der Ersatz der E-Mail im Unternehmen. Es bietet eine Dateiverwaltung, Bot-Integration, nach-verfolgbare Chats, Telefonfunktionen alles was Mails nur schwer können. Jetzt kommt Spaces und setzt noch einen drauf, denn es wird mit Sicherheit weitere Google-Dienste wie Drive und alle Officetools (for Work) integrieren.

Die Community Version beinhaltet „nur“ die Google Suche und die YouTube Suche, der Schritt zur Integration von Drive wird der nächste sein. Damit wird Spaces ein ernsthafter Konkurrent von Slack. Er bietet eine einfache Nutzerverwaltung, gerade was das hinzufügen von Nutzern angeht. Es hat die wohl mächtigste Suchmaschine der Welt als Tool integriert, es ermöglicht durch das Google-Netzwerk und die darin enthaltenen Chatfunktionen schnelle Kommunikation und man kann sogar soweit gehen und sagen es wird die Kooperation in Projekten verändern. Projektpartner aus verschiedenen Unternehmen werden sich in Zukunft über Spaces organisieren. Vorausgesetzt Google wird seinen Weg in den Business-Bereich so konsequent fortführen wie bisher.

 

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Gedanken Politik

„Lügenpresse“ oder die Naivität der Vergessenen

Oftmals liest man in den Kommentarspalten größerer und kleinerer Zeitungen, auf Facebook und Twitter, von der gleichgeschalteten Presse. Jeden Montag skandieren tausende Menschen in ostdeutschen Städten „Lügenpresse“.
Wer ist diese Presse und was ist eigentlich Ihre Aufgabe?

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Code-Stuff

[WordPress] Jupiter-Theme: Teaser in den News

Im Jupiter-Theme von artbees findet sich eine News-Funktion. Leider bietet diese keine „Teaser“. WordPress selbst schafft hier Abhilfe.
Im Pfad /wp-content/themes/jupiter/components/shortcodes/mk_news/ mk_news.php Findet ihr die mk_news.php, diese öffnet Ihr mit einem Code Editor. In Zeile 59 findet ihr Folgendes.