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Dieses Social Media und die SPD

Ihr wisst, ich habe Anfang des Jahres mit zwei guten Freunden die Agentur Fuchs und Biber gegründet. Man könnte also behaupten, ich beschäftige mich doch etwas mit Kommunikation, grade in den sozialen Netzwerken.
Nun bin ich aber auch SPD-Mitglied und netzpolitisch aktiv und möchte an dieser Stelle grade mal meinen Kummer über die Art sprechen wie Social Media von vielen SPD-Gliederungen verstanden wird, was man aus meiner Sicht verbessern muss, überhaupt machen muss und verstehen sollte.

  1. Social Media ist kein klassisches Marketinginstrument.
    Bedeutet: Ihr verkauft da nix, auch nicht eure Parteibücher. Versteht Social Media als Möglichkeit unverbindlich mit Bürger*innen in Kontakt zu kommen. Wer darauf hört was die Leute sagen und fragen, kann darauf reagieren. Wer das nicht tut, gibt der Konkurrenz die Chance, dass zu tun. Übrigens gilt das auch für Wahlkampfstände (Offline) – wer da mit dem Rücken zum Bürger im Kreis steht signalisiert desinteresse.
  2. Social Media lebt vom zuhören. Damit meine ich nicht nur auf eurer Seite, geht in die Facebookgruppen eurer Gemeinde, eures Veedels, eures Stadt- oder Landkreises und lest was dort gepostet wird. Reagiert nicht dort direkt darauf, sondern lest einfach und reagiert dann mit einem ausgereiften Konzept auf eurer Seite – dieses Posting gehört dann in diese Gruppen geteilt.
  3. Think twice before move. Denkt bitte nach bevor ihr etwas postet und verbreitet. Andere angreifen ist z.B. eine doofe Idee, auch wenn die die Haue verdient haben. Ist das was ihr schreiben wollt auch für jeden direkt verständlich (auch der erstmal keine Ahnung vom Detailwissen hat?)
  4. Fragt euch immer: Was hat der Nutzer von diesem Posting? Wenn es keinen Mehrwert hat könnt ihr es euch schenken.
  5. Geschwindigkeit und Relevanz. Wenn Ihr etwas habt, dass wichtig ist, dann bereitet einen guten Post vor und teilt ihn – sonst machen es die anderen.
  6. Gutes Stichwort – die Anderen. Wenn die einen Shitstorm abbekommen könnt ihr euch doppelt freuen – ihr habt was zu lachen und zu lernen. Schaut euch an warum der entstanden ist und macht bitte nicht den selben Fehler!
  7. Gebt den Nutzern eine Bühne – fragt nach was sie bewegt und reagiert dann ausführlich darauf. Viele Dinge kann man auch gut bei einem Kaffee besprechen. 
  8. Spam – Bitte nicht noch ein Post. 1-2 Posts am Tag sind ausreichend. Sammelt also nicht von Montag bis Samstag alles um Sonntag jede Stunde was zu posten.
  9. Gebt euch nur so, wie ihr seid. Verstellt euch nicht, das merken die Leute.
  10. Gemeinsam. Wenn ihr euren Content verbreitet, dann können alle mit Facebook-Account auch Teilen. Das dauert maximal eine Minute und danach könnt ihr wieder süße kleine Kätzchen gucken.
  11. Guckt euch mal eure Statistiken an und passt eure Postings an. Wenn ihr da Hilfe braucht, fragt uns 😉 
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Netzpolitik

Gedanken zum Routerzwang

Ich war ja zugegeben etwas Geschockt als mir der Artikel von Golem.de sowie DEM hier und danach direkt dem Artikel von Heise.de.

Durch Zufall bin ich auf den Gedanken-Artikel von Stefan Voß gestoßen. Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Ich liebe meinen Router auch! Wenn ich als Kunde den Router des Providers nutzen möchte, ist das ja auch in Ordnung. Wenn nicht, muss es meine Freiheit sein mein eigenes Gerät aufzubauen und betreiben zu können. Der Router vom Provider ist für Technisch weniger Versierte Menschen sicher ein tolles Angebot, ich möchte auf meine selbst Konfigurierte Fritz.Box aber deswegen nicht verzichten!

Was ist eure Meinung? Schreibt einen Kommentar oder Twittert! Pro oder Kontra Routerzwang – und warum?

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Blogparade – Digitales Leben

Bitte was ist das hier?!

Der AK Digitale Gesellschaft der SPD ruft zur Blogparade  unter dem Motto #DigitalLeben
(Nicht mit Loveparade oder Hanfparade verwechseln)Die 10 Fragen
  1. In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…Überall mit jedem im Kontakt zu stehen. Mein Leben Individuell zu führen und mich frei zu entfalten.
  2. Mein Computer ist für mich… Mein absolutes Heiligtum! Ein Eigenbau-Tower mit einem FX 8350, eine AMD R9 280X GraKa, 16GB Ram…

  3. Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…Eine breite Teilhabe von Menschen am Gesellschaftlichen Leben zu erreichen.

4. Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…die Freiheit dieser Teilhabe erhalten bleibt und nicht durch Unternehmen oder Politik beschnitten oder ausgenutzt wird.

  1. Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…kleine Dinge, die Wunderlist-Einkaufs/To-DoList, den Bahnfahrplan, die Bundesliga-Ergebnisse des VFL Borussia und die Bilder des besten Freundes der grade in Israel unterwegs war.
  • Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?
    Die Digitalisierung bringt Menschen zusammen die sich nicht oft sehen (können). Es bietet in Form von Home-Office und co. die Möglichkeit Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Das bedarf Mut von Unternehmern (und Unternehmen) aber auch ein krasses umdenken in der Gesellschaft.

  • Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?
    Die Gesellschaft der Zukunft wird Menschen brauchen die die Digitalisierung verstehen und ihre Vorteile aber auch Risiken kennen. Das SchulG von Berlin sagt das man einen Menschen formen soll der sein volles Potential entfalten kann und teil der Gesellschaft ist. Ziel muss sein Schülerinnen und Schüler damit vertraut zu machen. Ein Weg wäre Informatik als Option eines Wahlpflichtfaches VERBINDLICH überall anzubieten.

  • An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter? Chance und Risiko. Den PC/Laptop einfach mal ausmachen. Klare Richtlinien in Unternehmen – und im Zweifel auch mal den Zugang zum Mailkonto ab 18 Uhr sperren. Anrufe nur in Notfällen. Und Arbeiten können viele Menschen überall – es muss nicht das Büro mit dem 9to5 Job sein. Das geht anders. Und Flexibilität ist auch oft möglich. Man muss es nur wollen.

  • 9. Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt? Infrastruktur. Ohne einen vernünftigen Breitbandausbau kann man die Wirtschaft in 5-10 Jahren vergessen. Das scheint Herr Dobrindt noch nicht begriffen zu haben. Ich habe ja schon etwas dazu geschrieben.

    1. Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…Sie MUTIG mit Ideen und Innovationen im Geist Willy Brandts nach vorne schreitet. Sie muss treibende Kraft sein und Konzepte auch gegen Widerstände durchsetzten. Wichtig ist eine Entschlossenheit.

    Um es mit den Worten von Giovanni Trapattoni zu sagen:

    Ich habe Fertig.