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Gedanken Politik

Donald Trump ist nicht der Retter der AFD

In den letzten Tagen konnte man beobachten, dass viele Wähler der AFD glauben Donald Trump wäre ihre Erlösung. Dabei verkennen sie einige wichtige Fakten.

Ja ja, Donald Trump ist neu gewählter US Präsident. Viele Umfragen haben ihn jedoch in vor Wahlkampf nicht als solchen gesehen seine Herausforderin Hillary Clinton wurde in den Umfragen mit einem deutlichen Vorsprung gesehen. Dies verleitet Wähler der Alternative für Deutschland dazu zu glauben als Underdog im Wahljahr 2017 sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch im Bundestag zu punkten. Viele träumen sogar von der absoluten Mehrheit.

Das US Wahlsystem funktioniert nach dem einfachen Prinzip „The winner takes it all“, bedeutet der Gewinner bekommt alle Wahlmänner und Frauen. Gewinnt eine Partei bzw. ein Kandidat einen Bundesstaat für sich hat er also mehr Prozentpunkte als sein Kontrahent so gehen alle Wahlmänner an ihn. Dies bedeutet auch man kann US Präsident werden auch ohne die Mehrheit an Wählerstimmen. So liegt Hillary Clinton nach den letzten Nachzählungen 2,4 Millionen Stimmen vor Donald Trump und ist dennoch nicht Präsidentin der amerikanischen Bevölkerung.

Auf Deutschland bezogen bedeutet dies es müsse ein Wahlsystem geben bei dem die Partei die in einem Bundesland die meisten Stimmen bekäme alle Wahlkreise direkt und die gesamte Landesliste in den Bundestag entsenden könnte. So ist ist wahrscheinlich, dass die CSU alle Wahlkreise in Bayern direkt und auch die gesamte Landesliste in den Bundestag entsenden könnte. Während in Hamburg natürlich die SPD selbiges auch schaffen würde. Nun sind die Landeslisten natürlich verhältnismäßig groß oder klein und man müsste einen Ausgleich zwischen den Bundesländern finden allerdings wird das Prinzip ähnlich.

Dies bedeutet für die Alternative für Deutschland, die Underdog Rolle ist eher unwahrscheinlich da ein anderes Wahlsystem bei uns vorherrscht. Das System der Erst und Zweitstimme gibt auch kleineren Parteien die Möglichkeit ab 5 % in den jeweiligen Parlamenten Positionen vertreten zu dürfen.

Würde allerdings ein Wahlsystem wie in den USA bei uns eingeführt werden, wäre dies der politische Tod der Alternative für Deutschland denn die Direktkandidaten der Alternative für Deutschland lassen sich bisweilen an zwei Händen abzählen und es sieht nicht so aus als würde sich dies großartig ändern, denn die sogenannten etablierten Parteien sind weiterhin in der Lage die größten Stimmenanteile in der Bevölkerung für sich zu gewinnen. So ist nicht davon auszugehen, dass eine Partei wie die Alternative für Deutschland in der Lage sein dürfte vom „The Winner takes it all“-Prinzip zu profitieren. Eine sehr angenehme Vorstellung.

Auch könnte sich die Forderung von Donald Trump 35 % Steuern auf in Deutschland gebaute Automobile in den USA zu erheben, eher als suboptimal für eine direkte Wahl als Retter der Alternative für Deutschland auswirken

Von PhilGabriel

Hey, ich bin Phil – 26 Jahre alt, studiere Online-Redakteur an der TH Köln und blogge hier zu verschiedenen Themen aus Gesellschaft und Politik, sowie Fotografie und digitalem Zeug. Ein munteres Sammelsurium.

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